Hefe & Hefeteig einfrieren

Frische Hefe kann eingefroren werdenAus frischer Hefe, Mehl und Wasser und ggf. weiteren Zutaten entsteht vielseitig einsetzbarer Hefeteig. Ob Brotteig, Pizzateig oder für süßes Gebäck und Kuchen, der Hefeteig bildet die Basis.

Was macht man wenn Hefe oder Hefeteig übrig bleibt?

Kann man Hefe oder den Hefeteig einfrieren?  
JA, das klappt wunderbar!

Allerdings gibt es ein paar Punkte zu beachten. In diesem Artikel wird geklärt, wie man Hefe & Hefeteig für Brot und Pizza, aber auch wie man Brot einfriert und wieder auftaut.

Die Verpackung zum Beispiel ist entscheidend, um eine optimale Frische beim Auftauen zu erreichen und um Gefrierbrand zu vermeiden. Gefrierbrand entsteht, wenn Luft in die Lebensmittel gelangt und zu Dehydrierung und Oxidation führt.

 

Hefe einfrieren - Brotteig oder Pizzateig einfrieren

Hefe und Hefeteig Einfrieren

Frische Hefe

Kann man frische Hefe einfrieren? Ja!

Hast du schon einmal Brot zu Hause gebacken, oder eine Pizza selber gemacht? Wenn ja, dann bist du um frische Hefe wahrscheinlich nicht herum gekommen. 

Frische Hefe, oder Backhefe – ist eine der wichtigsten Zutaten beim Brotbacken. Hefe ist im Kühlschrank nicht besonders lange haltbar, was spontanes Pizzabacken schwer macht. 

Bei Aufbewahrung im Gefrierschrank hält sich frische Hefe ungefähr 3 Monate, was im Vergleich zum Kühlschrank mit ca. einer Woche eine deutlich länger Zeitspanne ist.

Obwohl Frischhefe relativ schnell verderblich ist, kann sie sicher eingefroren werden. Ein Hefewürfel enthält lebende Hefezellen, so dass die richtige Lagerung vor dem Einfrieren entscheidend ist. 

 

Hefe einfrieren

Frische Hefe einfrieren, ganz einfachHefe wird meistens in kleinen Portionsgrößen verkauft. Die Originalverpackung ist sehr gut zum Einfrieren geeignet und muss nicht getauscht werden, da diese genügend Schutz vor Frost -oder Gefrierbrand bietet. 

Ein weiterer toller Vorteil der Originalverpackung ist das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum. So kann man stets gut abschätzen, wie lange die Hefe bereits eingefroren wurde. 

Ist die Originalverpackung beschädigt, oder bereits geöffnet worden, dann kannst du die Hefe samt der übrigen Verpackung in Frischhaltefolie und anschließend wieder in Aluminiumfolie einwickeln. 

Wichtig: Es darf keine zusätzlich Luft beim Verpacken eingeschlossen werden!

Der Grund für ausreichend viel und möglichst luftdichter Verpackung bei frischer Hefe, ist der, dass die Hefe nicht austrocknen darf. Wenn die Frischhefe einmal ausgetrocknet ist, kann sie nicht mehr verwendet werden.

Hefe einfrieren ist im Grunde ganz einfach, wenn man auf ausreichend Luftdichte Verpackung achtet.

 

Hefe auftauen

Das Auftauen von gefrorener Hefe ist einfach, indem man diese vom Gefrierfach in den Kühlschrank legt. Anschließend dort mehrere Stunden, oder über Nacht auftauen lassen. 

Aufgetaute Hefe verliert im Vergleich zu frischer etwas an Kraft. Das liegt daran, dass die Pilze aufgrund der Gefriertemperaturen allmählich absterben. Aus diesem Grund muss der Auftauprozess langsam erfolgen.

Wenn die Hefe vollständig aufgetaut ist, prüfe, ob sie ausgetrocknet ist. Wenn sie noch etwas feucht ist, ist sie einsatzbereit. Andernfalls muss man sie entsorgen.

 

Die Grundzutat Hefe kann man also gut einfrieren und damit länger haltbar machen. Wie das Einfrieren von verarbeiteter Hefe zu Hefeteig, Pizzateig und zu Brot klappt, das haben wir uns in den nächsten Abschnitten genauer angeschaut.

 

Hefeteig einfrieren

Hefeteig einfrieren so gehtsEs gibt nicht viel Besseres als warmes und frisch gebackenes Brot. Um frisches Brot aus dem eigenen Ofen genießen zu können, muss man normalerweise erst zeitaufwendig den Teig zubereiten.

Wenn man aber selbstgemachten Brotteig im Gefrierfach hat, kann man sich diesen Teil sparren.  

Wird der Brotteig im Voraus zubereitet und für den späteren Gebrauch eingefroren, spart das Zeit und Platz im Gefrierschrank – eine Teigkugel nimmt weniger Platz ein als ein gebackener Laib. Und noch dazu kann man sich immer nach Lust und Laune frisches Brot backen.

 

Wie man den Hefebrotteig frisch hält

Zum Einfrieren von Brotteig benötigst du keine speziellen Vorräte. Du brauchst nur den Teig, die Form, in der du das Brot backen möchtest, und etwas Frischhaltefolie. 

Bei der Herstellung des Teigs darauf achten, dass das Brot nach den Anweisungen des Rezepts gemischt wird, aber doppelt so viel Hefe zugeben. Die Hefe verliert beim Einfrieren an Kraft und das wird mit der doppelten Menge an Hefe ausgeglichen. 

 

Nachdem du den Brotteig hergestellt hast, befolge diese sechs Schritte zur Vorbereitung auf das Einfrieren:

Schritt 1
Nach einigen Rezepten müssen die meisten Hefebrote zweimal Aufgehen. Lasse jetzt den Brotteig das erste mal in einer eingefetteten Schüssel gemäß der Rezeptanleitung aufgehen.

Schritt 2
Nach dem ersten Aufgehen wird der Teig geknetet. Dann muss der Brotlaiben geformt werden.

Schritt 3
Lege den Laib in eine mit gefetteter Plastikfolie ausgekleidete Brotform, um ein Verkleben zu verhindern. So können die Teiglaibe auch im gefrorenen Zustand ihre Form behalten.

Schritt 4
Jetzt kommt der Teig mit der Brotform in den Gefrierschrank und wird innerhalb von etwa 10 Stunden durchgefroren.

Schritt 5
Nach den 10 Stunden kann die Brotform weggenommen werden, ohne dass sich der Brotteig weiter verformt. Der Brotteig kommt nun samt Frischhaltefolie in einen weiteren Plastik-Gefrierbeutel.

Schritt 6
Datiere den Beutel mit dem aktuellen Datum und lege ihn zurück in die Gefriertruhe. Der Brotteig kann bis zu vier Wochen eingefroren werden.

 

Auftauen und verwenden des gefrorenen Brotteigs

Der Teig muss vor dem Backen noch ein zweites Mal aufgehen. Am Besten den Teig am Vorabend aus dem Gefrierfach nehmen und im Kühlschrank auftauen lassen. Anschließend kommt der Teig in eine mit Öl bestrichene Schüssel, um ihn ausserhalb des Kühlschranks ein zweites Mal aufgehen zu lassen.

Jetzt muss das Brot nur noch bei der im Rezept beschriebenen Temperatur und Dauer gebacken werden.

 

Brot einfrieren und auftauen

Brot einfrieren und auftauenHast du vielleicht dein eigenes Brot gebacken und wie das manchmal so ist – es bleibt einiges übrig, oder kann nicht schnell genug aufgebraucht werden. Kein Problem, auch auch gebackenes Brot kann leicht eingefroren werden.

Gleich vorne weg: Für Baguette oder Ciabatta gilt das nicht. Brotsorten, die außen besonders hart und knusprig sind, können nicht gut eingefroren werden.

Fast jedes andere Brot ist jedoch für die Gefriertruhe geeignet, einschließlich Sandwichbrote, altmodische Boule, Brötchen und Hefekuchen. 

 

Wie man Brot einfriert und wieder auftaut

  1. Stelle sicher, dass das Brot vollständig abgekühlt ist
    Selbstgemachtes Brot muss vor dem Einfrieren vollständig abgekühlt sein. Drei bis vier Stunden Abkühlzeit sollten genügen.

 

  1. Brot in Scheiben schneiden
    Wer mag kann geschnittenes Brot in mehrere Beutel aufteilen und gesondert einfrieren. Anschließend nimmt man sich immer die richtige Menge aus dem Gefrierfach und muss nicht mehr als nötig auftauen.

 

  1. Richtiges Verpacken
    Wickel das Brot fest in Plastikfolie ein, bevor du es in die Tiefkühltruhe legst. Dafür können auch Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss oder noch besser Vakuumiergeräte mit den entsprechenden Beuteln verwendet werden.Beim Einfrieren muss darauf geachtet werden, dass keine Risse in den Beuteln entstehen, sonst kann das Brot dem Gefrierbrand ausgesetzt werden. Ganz gleich, wie das Brot verpacken wird, es muss eine ausreichend gute Barriere zwischen Brot und Gefrierluft geschaffen werden. Dann hat auch Gefrierbrand keine Chance.

 

  1. Einfrierdauer
    Brot hält sich ein paar Monate* in der Tiefkühltruhe, aber der Geschmack kann mit der Zeit abnehmen.

 

  1. Brot auftauen
    Zunächst sollte das Brot in seiner Verpackung auf eine Arbeitsplatte gelegt werden. Beim langsamen auftauen nimmt es die Feuchtigkeit auf der Innenseite des Beutels oder der Verpackung wieder auf. Lass es ruhen, bis es die Raumtemperatur erreicht hat. Anschließend gibt man das Brot bei etwa 180 °C für etwa 10 Minuten in den Backofen, dadurch wird die Kruste wieder knusprig.Der Ofen ist dein Freund, wenn es darum geht, Brot richtig aufzutauen. Auch in der Mikrowelle kann man Brot auftauen. Besonders gut klappt das, wenn man einzelne Brotscheiben eingefroren hat. Diese einfach bei hoher Leistung für 15-25 Sekunden erwärmen. Das Brot bleibt aber eher weich im Gegensatz zum Auftauen im Ofen.

 

  1. Brot richtig lagern
    Brot wird am Besten in einem Brotkasten gelagert, damit es möglichst lange frisch bleibt. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest dann kommst du über den Brotkasten-Link zu den Beitrag.

 

Pizzateig einfrieren

Pizzateig einfrierenEs ist wunderbar einfach, Pizza zu Hause zu backen, vor allem, wenn man nur den Pizzateig ausrollen, den Belag drauflegen und die Pizza 10-20 Minuten im Ofen backen muss. 

Ich finde, dass die Herstellung mehrerer Pizzen im Voraus und die Aufbewahrung im Gefrierschrank das Ganze noch komfortabler macht. 

Wie beim Hefeteig für Brot bereits beschrieben, muss der Hefeteig ruhen und anschließend aufgehen. Hier kann man mit einem bereits vorbereiteten Pizzateig viel Zeit sparen und wirklich schnell und spontan eine leckere Pizza backen.

Um den Pizzateig einzufrieren, die Pizzateigkugeln am Besten in wiederverschließbare Plastikbeutel legen. Wenn du mehrere Teigkugeln in einen Beutel legen möchtest, dann achte darauf, dass Backpapier dazwischen gelegt wird, sodass die Teigkugeln voneinander getrennt sind.

Exakt wie beim Hefeteig für Brot wird auch der Pizzateig zum Auftauen mehrere Stunden vor dem Verwenden, in den Kühlschrank gelegt. 

Anschließend den Teig ausrollen und wie gewohnt backen.

Natürlich kann man nach Vorbild der Tiefkühlpizza auch einen vorgebackenen Pizzateig einfrieren.

 

Zusammenfassung

Ich hoffe wir konnten bei der Frage, ob man Hefe, Hefeteig, Brot -oder Pizzateig einfrieren kann weiterhelfen. Kurzum: ja kann man – es müssen aber ein paar Kleinigkeiten beachtet werden, um zum Beispiel Gefrierbrand vorzubeugen. Die notwendigen Schritte wurden oben beschrieben und sollten als Anleitung ausreichend sein. Wir wünschen gutes Gelingen.